Hermann Dietrich

Hermann Robert Dietrich wurde 1879 bei Emmendingen im Schwarzwald geboren.
Studium. Nach dem Abitur studierte er Jura in Straßburg, Basel, Göttingen und Heidelberg. Im Wintersemester 1897/98 trat Hermann Dietrich der Straßburger Burschenschaft Arminia bei. Sein Bruder wird nur einige Semester später Mitglied.
Beruf. Nach ersten Tätigkeiten in der Verwaltung wurde Hermann Dietrich 1908 zum Bürgermeister von Kehl und 1914 schließlich zum Oberbürgermeister von Konstanz gewählt.
Abgeordneter. Seit 1911 war er Mitglied des Badischen Landtags. 1919 Mitglied der Verfassungsgebenden Badischen Nationalversammlung und von 1920-1933 Abgeordneter (DDP) der Weimarer Nationalversammlung.
Minister. Von 1928-1930 war Dietrich Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. 1930 wurde er Reichswirtschaftsminister und 1932 dann Reichsfinanzminister unter Vizekanzler im Kabinett Hermann Brünings.
Als entschiedener Gegner der NSDAP zog er sich 1933 als Rechtsanwalt in Berlin zurück und bewirtschaftete sein Gut im Schwarzwald. Nach dem 2. Weltkrieg wurde er in der Bizone von 1946-1947 zum Direktor des Amtes für Ernährung und Landwirtschaft ernannt und war anschließend wieder als Rechtsanwalt in Stuttgart tätig.
Auszeichnung. 1952 erhielt Hermann Dietrich das Große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik.

Er verstarb am 6. März 1954 in Stuttgart.